Alexander Reisewitz

Bariton

Sänger

Gesangspädagoge

Vita

Alexander Reisewitz, geboren 1977 in Darmstadt, erhielt als Kind zunächst Blockflöten-, später Klassischen Gitarrenunterricht.

Seit der 5. Klasse Mitglied im Schulchor des Ludwig-Georgs-Gymnasiums Darmstadt, durchlief er dort alle Stimmgruppen von Sopran bis Baß.

Gegen Ende der Schulzeit wuchs der Wunsch, seine Stimme professionell ausbilden zu lassen, und so wechselte er von Gitarre zum Klassischen Gesangsunterricht. Zeitgleich wurde er 1996 Mitglied des Konzertchors Darmstadt unter der Leitung von Wolfgang Seeliger.

Der private Gesangsunterricht bei einer Lehrerin in Darmstadt und später – im Anschluß an den Wehrdienst – im Lichtenberger Institut für angewandte Stimmphysiologie legte den Grundstein für seine stimmliche Ausbildung und ließ den Wunsch entstehen, den Gesang professionell zu betreiben.

Auf der Suche nach einem erfahrenen Gesangspädagogen kam er Ende der 90er Jahre zu Prof. Armand McLane-Lanier, dem er den entscheidenden ersten Schritt auf dem Weg zur klassisch ausgebildeten Stimme verdankt.

Zum WS 1999 begann er das Studium der Ton- und Bildtechnik mit Hauptfach Gesang an der Fachhochschule und der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf.

Sein stimmlicher Betreuer in den ersten zwei Semestern dort war Prof. George-Emil Crasnaru. Aufgrund fachlicher Differenzen wechselte er nach einem Jahr in die Gesangsklasse von Prof. Werner Lechte.

Nach seinem künstlerischen Abschluß im Fach Gesang, den er mit 1,0 absolvierte, nahm er weiter privaten Gesangsunterricht zunächst bei Christian Dahm in Düsseldorf, später bei Thomas Heyer in Köln.

Im Anschluß an das Studium folgten 2007 der Umzug nach Nordhessen und die Aufnahme in die Gesangsklasse von Prof. Gerhard Faulstich in Hannover. Hier entwickelte sich seine Stimme noch einmal wesentlich weiter, so daß Alexander Reisewitz seitdem regelmäßig Engagements als Klassischer Sänger erhält.

In den Jahren 2008 und 2009 spielte er den Fürsten von Isenburg-Birstein in der Musiktheater-Produktion „Wildes Weib“ im Rahmen der Birsteiner Festspiele. 2013 wirkte er als Fulgencio in Anton Urspruchs wiederentdeckter Oper „Das Unmöglichste von Allem“ mit, die das PPP-Musiktheater im Offenbacher Capitol-Theater inszenierte.

Mehrfach war er als Solist in Rundfunkgottesdiensten des HR engagiert und ist immer wieder in Gottesdiensten und Konzerten im gesamten nordhessischen Raum zu hören.

Neben Auftritten in Bachs Kantaten und Oratorien sang er in den vergangenen Jahren u.a. die Solo-Partien in Mendelssohns „Elias“, in Faurés „Requiem“ und im Weihnachtsoratorium von Saint-Saens.

2012 nahm er im Chor des „Jungen Stuttgarter Bachensembles“, welches von der Internationalen Bachakademie Stuttgart unter ihrem damaligen Leiter Helmuth Rilling zusammengestellt wurde, an einer Italien-Tournee mit Bachs h-moll-Messe teil.

Seit 2013 ist Alexander Reisewitz Mitglied des Chores der Gaechinger Cantorey Stuttgart.

Seit 2014 bildet er sich stimmlich bei Uta Grunewald in Göttingen weiter.

Außerdem nimmt er regelmäßig an Kursen zur Stimmschulung teil. In den vergangenen Jahren gab ihm insbesondere der Berliner Regisseur Michael Hofmann entscheidende Impulse für Bühnenpräsenz und Ausdruck.

Pädagogik

Im Jahr 2014 erwarb ich das „Gesangspädagogische Zertifikat“ des Bundesverbands Deutscher Gesangspädagogen (BDG). Parallel zu dieser einjährigen Fortbildung begann ich an der Musikschule Bad Wildungen Gesang zu unterrichten.

Durch die stimmliche Arbeit mit den meist jugendlichen Schülern an der Musikschule konnte ich das im Rahmen der Fortbildung erworbene Wissen direkt anwenden und so nach und nach meine Methodik verbessern und erweitern.

Im Jahr 2018 beendete ich meine Tätigkeit an der Musikschule und unterrichte nun nur noch privat. Dabei verfolge ich einen ganzheitlichen Ansatz: Für mich steht der Schüler als Person im Mittelpunkt, der mithilfe seiner Stimme sein Innerstes zum Ausdruck bringen möchte.

Wörtlich übersetzt bedeutet das lateinische personare „[seine Stimme] erschallen lassen“, und so möchte ich jedem einzelnen Schüler helfen, durch seine Stimme seine wahre persona, also seinen Charakter, zum Ausdruck zu bringen.

Dabei gibt es für mich keine standardisierte Vorgehensweise, da es sowohl in der Vorgeschichte der Schüler als auch in den Zielen, die jemand mit dem Singen erreichen möchte, massive Unterschiede gibt. Ich betrachte immer den ganzen Menschen mit seiner Vergangenheit, mit seinen Wünschen, Träumen und Ängsten, und versuche daran meine Methodik auszurichten.

Meine eigene Geschichte als Sänger, in deren Verlauf ich von 1996 bis heute 9 verschiedene Lehrer und ebensoviele Methoden des Unterrichtens kennengelernt habe, hilft mir dabei, mich immer wieder auf den jeweiligen Schüler zu fokussieren und meine Methodik zu hinterfragen.

Ich danke allen Schülern, die mir bisher ihr Vertrauen geschenkt haben und durch deren Geduld und Mitarbeit ich mich stetig weiterentwickeln konnte!

Alexander Reisewitz

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Alexander Reisewitz

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